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Scheidung und Folgesachen

Eine Ehe kann auf Antrag geschieden werden, wenn sie zerrüttet ist. Leben die Eheleute ein Jahr getrennt, wird vermutet, dass Zerrüttung vorliegt, wenn beide mit der Scheidung einverstanden sind oder sogar beide Seiten die Scheidung beantragen. Ist ein Teil nicht einverstanden, muss die Zerrüttung konkret festgestellt werden. In der Praxis ist es hier im allgemeinen ausreichend, wenn ein Teil erklärt, auf keinen Fall zu seinem Partner zurückkehren zu wollen. Eine Brücke stürzt ein, wenn auch nur ein Pfeiler wegfällt. Leben die Eheleute länger als 3 Jahre getrennt, wird unwiderleglich vermutet, dass die Ehe zerrüttet ist. Eine Scheidung ist dann nur noch dann zu umgehen, wenn es den Scheidungsunwilligen besonders hart treffen würde, z.B. bei psychischer Erkrankung aufgrund des anstehenden Scheidungsverfahrens.

Leben die Eheleute noch nicht ein Jahr getrennt, kommt eine Scheidung nur in Betracht, wenn sogenannte unbillige Härte vorliegt. In der Praxis fragt man, ob die Frau Prügel bekommen hat. Falls nachhaltig, hat sie gute Karten, sonst nicht. Ist ein Teil „nur“ fremd gegangen, reicht dies im allgemeinen nicht aus.

Wann lebt man getrennt? Am augenfälligsten, wenn ein Teil ausgezogen ist. Grundsätzlich gibt es auch ein Getrenntleben in der gemeinsamen Ehewohnung. Hier wird es aber schwierig. Die Eheleute dürfen dann nur noch wie in einer Wohngemeinschaft zusammengelebt haben. Jeder wirschaftet für sich, es bestehen keinerlei Gemeinsamkeiten mehr. Die Frau kocht und bügelt nicht mehr für ihn, kauft nicht mehr für ihn ein. Man geht nicht mehr gemeinsam aus, man sieht nicht mehr gemeinsam fern. Selbstverständlich schläft man nicht mehr zusammen. Hier kann es zu Beweisschwierigkeiten kommen. Der, der Trennung innerhalb der Wohnung behauptet, muss diese beweisen, wenn der andere Teil dies bestreitet.

Längerfristige Versöhnungsversuche unterbrechen im Übrigen die Trennungszeit, nicht dagegen kurze und sehr schnell fehlgeschlagene. Darüber, ob unterbrechende Versöhnungsversuche vorgelegen haben, kann man später trefflich streiten.

Wenn sogenannte Folgesachen wie Unterhaltszahlung, Zugewinn, elterliche Sorge streitig sind und eine außergerichtliche Lösung nicht möglich ist, kann man diese Sachen im sogenannten Scheidungsverbund kostengünstig mit geltend machen. Außerhalb des Verbundes ist die Geltendmachung teurer, allerdings blockieren Verbundsachen eine schnelle Scheidung. Auch bei einfach gelagerten Scheidungsfällen kann sich die Scheidung selbst dann über viele Jahre hinziehen. Will jemand die Scheidung verzögern, beruft er sich in in der Praxis in der Regel nicht auf unbillige Härte, wie oben geschildert, sondern reicht eine Reihe von Verbundanträgen ein, beispielsweise eine Stufenklage zum Zugewinn oder Unterhalt. Ist der Sachverhalt verzwickt, sind 2 Jahre Verzögerung „glatt drin“. Rechtsanwalt Dr. Kriesten kann sie über alles auf Anruf näher informieren.

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